Zur Übersicht Medienmitteilungen

Controlling der wirtschaftlichen Entwicklungsschwerpunkte 2016 - 2020 Kantonale Entwicklungsschwerpunkte sind auf Kurs

10. November 2020 – Medienmitteilung; Regierungsrat

Die 21 wirtschaftlichen Entwicklungsschwerpunkte im Kanton Bern haben sich in den vergangenen vier Jahren überdurchschnittlich gut entwickelt. Die Zahl der Arbeitsplätze ist von 58'000 auf 64'000 gestiegen. Die Wertschöpfung pro Beschäftigten ist grösser als im kantonalen Durchschnitt. Dies zeigt das Controlling der Jahre 2016 – 2020.

Der Kanton hat das Programm der wirtschaftlichen Entwicklungsschwerpunkte (ESP) 1989 gestartet. Ziel war es, der Wirtschaft auf raumplanerischer Ebene Nutzungsflächen an gut erschlossenen Lagen bereitzustellen und so die wirtschaftliche Entwicklung des Kantons zu fördern. Alle vier Jahre wird die Situation der heute 21 aktiven ESP und fünf strategischen Arbeitszonen einem Controlling unterzogen.

Mehr Arbeitsplätze und höhere Wertschöpfung

Das Controlling 2016 – 2020 zeigt, dass sich die 21 aktiven ESP im Kanton überdurchschnittlich gut entwickelt haben. In den vergangenen vier Jahren wurden 6'000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Damit befinden sich rund 13 Prozent aller Arbeitsplätze im Kanton in den Entwicklungsschwerpunkten. In den ESP wird zudem rund 16 Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung des Kantons erbracht. Die Wertschöpfung pro beschäftigte Person ist damit in den ESP grösser als im kantonalen Durchschnitt.

Neue Infrastrukturen für die Erschliessung

In den vergangenen Jahren wurden drei wichtige Infrastrukturprojekte begonnen oder abgeschlossen, die für die Erschliessung grosser ESP wichtig sind. So der Ausbau des Bahnhofs Bern, die Eröffnung des Ostasts der A5-Umfahrung von Biel/Bienne und der Bypass Thun Nord. Neu in das ESP-Programm aufgenommen wurde in Langenthal/Thunstetten der Standort Oberhard-Wolfhusenfeld. An einigen Standorten wie dem ESP Bern Wankdorf und Biel Bözingenfeld sind die Verkehrskapazitäten ausgeschöpft. An anderen Standorten wie Interlaken Flugplatz, Thun Nord und St-Imier Rue de la Clef hingegen ist der Bau neuer Infrastrukturen für den öffentlichen Verkehr nötig. Für die vorgesehenen Haltestellen ist die Finanzierung gesichert (Ausbauschritt 2030/35 der Bahn).

Attraktive Flächen für die Wirtschaft bereitstellen

In der kommenden Programmperiode 2020 – 2024 sollen nur Standorte mit einem potenziell hohen Nutzen und von grossem kantonalen Interesse ins ESP-Programm aufgenommen werden. An besonders zentralen und hervorragend erschlossenen Standorten soll eine qualitativ hochstehende und verdichtete Wohnnutzung geprüft werden, sofern dies zu einer Aufwertung beiträgt und die primär wirtschaftliche Zweckbestimmung der ESP nicht schmälert. Schliesslich sollen die Prozesse innerhalb des Programms überprüft und wo nötig angepasst werden. Die kantonale Strategie zur Förderung Strategischer Arbeitszonen soll unter Einbezug der Regionen und Standortgemeinden weitergeführt werden.  

Weiterführende Informationen

Hinweis

Strategische Arbeitszonen

Seit 1998 sind auch so genannte «Strategische Arbeitszonen» Teil des Programms. Die Strategischen Arbeitszonen sind grössere zusammenhängende Flächen, die sich für ein Grossprojekt eignen. Zurzeit sind fünf solche Zonen Teil des ESP-Programms.

Zur Übersicht Medienmitteilungen