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Situation auf dem bernischen Arbeitsmarkt im Dezember 2020 Saisonaler Anstieg der Arbeitslosigkeit

8. Januar 2021 – Medienmitteilung; Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion

Die Zahl der Arbeitslosen im Kanton Bern erhöhte sich im Dezember 2020 um 753 Personen auf 16‘206. Die Arbeitslosenquote stieg von 2,7 auf 2,8 Prozent (Schweiz: von 3,3 auf 3,5 Prozent). Die Zunahme ist weitgehend durch die zu dieser Jahreszeit übliche Entwicklung im Baugewerbe begründet. Bereinigt um die jahreszeitlichen Effekte ging die Arbeitslosigkeit im Kanton Bern leicht zurück. Im Jahresmittel 2020 waren 14‘135 Personen arbeitslos (2019: 10‘205). Dies entspricht einer Arbeitslosenquote von 2,5 Prozent (2019: 1,8 Prozent).

Die Zunahme der Arbeitslosigkeit im Dezember erklärt sich grösstenteils mit saisonalen Effekten. Wie zu dieser Jahreszeit üblich, stieg die Zahl der Arbeitslosen vorwiegend im Baugewerbe. Das Gastgewerbe verzeichnete dank dem Start der Wintersaison hauptsächlich im Berner Oberland einen Rückgang der Arbeitslosigkeit.

Bereinigt um die saisonalen Einflüsse nahm die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat leicht ab. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote betrug 2,6 Prozent (Details zur Saisonbereinigung siehe Hinweis).

In den touristisch geprägten Verwaltungskreisen des Oberlands ging die Arbeitslosigkeit zurück, in den übrigen Verwaltungskreisen des Kantons stieg sie an. Die Spannweite der Arbeitslosenquote in den zehn Verwaltungskreisen des Kantons geht von 1,4 (Frutigen-Niedersimmental) bis 5,0 Prozent (Biel/Bienne).

Verglichen mit dem Dezember 2019 sind 5’125 Personen mehr arbeitslos.

Im Dezember trafen 1’580 Gesuche zur Kurzarbeit ein. Sie betrafen 16’138 Beschäftigte (November 2020: 1’938 Gesuche, 22’671 Beschäftigte).

Zusätzliche Informationen finden sich unter www.be.ch/wirtschaftsdaten.

Hinweis

Bei der Saisonbereinigung werden regelmässige jahreszeitliche Einflüsse aus der Monatsstatistik eliminiert, um die konjunkturbedingten Veränderungen der Arbeitslosenzahlen zu untersuchen. Die jahreszeitlichen Schwankungen kommen beispielsweise durch die Witterung (Gast- und Baugewerbe) oder institutionelle Termine (Ausbildungsabschlüsse, Feiertage, Ferien) zu Stande.

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