Zur Übersicht Medienmitteilungen

Lockdowns und Einschränkungen im Gastgewerbe wegen der Corona-Pandemie Auch weiterhin erfolgreiche Berufsabschlüsse ermöglichen

21. Januar 2021 – Medienmitteilung; Bildungs- und Kulturdirektion

Lernende in der Hotellerie und Gastronomiebranche sollen ihre Ausbildung trotz der coronabedingten Einschränkungen abschliessen können. Deshalb hat das Mittelschul- und Berufsbildungsamt gemeinsam mit Hotel & Gastro formation Bern das Projekt «Sicherung der Berufsabschlüsse 2021 Hotellerie und Gastronomie im Kanton Bern» gestartet.

Die Hotellerie- und Gastronomiebranche im Kanton Bern ist stark von den Auswirkungen der COVID-19- Pandemie betroffen. Viele Lernende sind im letzten Lehrjahr ihrer Ausbildung. Wegen der Corona-Pandemie ist es nun bereits zum zweiten Mal zu Betriebsschliessungen gekommen. Deshalb sind die Lernenden in der Vorbereitung zur Lehrabschlussprüfung stark eingeschränkt. 

Zusammen mit Hotel & Gastro formation Bern reagiert das Mittelschul- und Berufsbildungsamt der Bildungs- und Kulturdirektion mit dem Projekt «Sicherung der Berufsabschlüsse 2021 Hotellerie und Gastronomie im Kanton Bern» auf diese Herausforderungen. Das Projekt hat zum Ziel, erfolgreiche Lehrabschlüsse während und nach der Pandemie zu sichern sowie die Betriebe zu entlasten. Es richtet sich an Lernende aus temporär geschlossenen Betrieben, die nicht dort oder in einem Partnerbetrieb ausgebildet werden können. Das Projekt wird finanziell durch das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI), durch den Kanton Bern und durch Hotel & Gastro formation Bern unterstützt.

Seit 14. Januar 2021 finden die Praxistage für die Lernenden im gut erreichbaren und zentral gelegenen Hotel Novotel, sowie in den umliegenden Betrieben der Sportgastro AG in Bern statt. Die Lernenden werden während drei Tagen pro Woche von qualifizierten Berufsbildenden «on the Job» ausgebildet. In den Bereichen Hotelfach, Restaurant, Küche, Hotelkommunikation stehen 35 Plätze während 19 Wochen zur Verfügung. So werden Lücken, die aufgrund des Lockdowns in den Betrieben entstanden sind, geschlossen und die Ausbildung fortgesetzt. Sobald die Lehrbetriebe die betriebliche Ausbildung wieder sicherstellen können, wechseln die Lernenden zurück. Entsprechendes gilt auch für die Berufsbildenden. Für die Lehrbetriebe entstehen keine zusätzlichen Kosten, sie übernehmen weiterhin den Lohn und die Versicherungen für die Lernenden. Die Lernenden tragen die Reisekosten.

Den 127 angemeldeten Lernenden (Stand 20.1.2021) steht ein Pool von 20 Berufsbildenden aus den verschiedenen Berufen der Branche zur Verfügung. Sie werden unter Einhaltung des Schutzkonzepts aus den überbetrieblichen Kursen in Fünfergruppen praktisch ausgebildet und auf ihre Lehrabschlussprüfungen im Frühsommer 2021 vorbereitet. Vorhandene Ausbildungslücken werden dabei identifiziert und geschlossen. Dieses Angebot steht auch Lernenden aus dem französischsprachigen Kantonsteil zur Verfügung. Aufgrund der grossen Nachfrage wird zurzeit ein zusätzlicher Ausbildungsstandort geprüft.

Zur Übersicht Medienmitteilungen