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Jahresmedienkonferenz Rückblick 2020, Ausblick 2021

5. Februar 2021 – Medienmitteilung; Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion

Die Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion (GSI) hat sich im vergangenen Jahr nicht nur mit der Coronapandemie beschäftigt, sondern auch viele der angestossenen Projekte und Vorhaben weiterentwickelt und umgesetzt. Die Reorganisation der GSI in drei Ämter wird einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, die Kräfte innerhalb der Direktion zu bündeln. Im Jahr 2020 hat GSI zudem grosse und wichtige Digitalisierungsprojekte umgesetzt und neue initialisiert, die auch 2021 weiter vorangetrieben werden sollen.

Der Kanton Bern hat im vergangenen Jahr zahlreiche Massnahmen ergriffen, um die Bevölkerung vor einer breiten Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen und das Gesundheitswesen vor einer Überlastung zu bewahren. Regierungspräsident Pierre Alain Schnegg bedankte sich an der Jahresmedienkonferenz der Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion (GSI) für den enormen Einsatz aller Direktionen und Ämter des Kantons Bern bei der gemeinsamen Bewältigung der Coronapandemie. Trotz der Massnahmen konnten alle notwendigen Leistungen für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung aufrechterhalten werden. Seit September wurde ein Sonderstab für die Pandemiebewältigung eingesetzt, um zentral bei der Bewältigung der Coronapandemie zu unterstützen. Unter anderem ist der Sonderstab verantwortlich für die operative Leitung des Contact Tracings, die kantonalen Drive-in-Testzentren sowie die Erarbeitung und Umsetzung der Impfstrategie. Zur momentanen Lage sagt der Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektor: «Es ist noch nicht vorbei, wir klettern immer noch an der steilen Wand». Doch man sei zuversichtlich, dass die nun angelaufenen Impfungen eine Entspannung bringen werden.

Optimierung der Prozesse und Steigerung der Kosteneffizienz

Die GSI hat im Jahr 2020 durch die Einführung des Betreuungsgutscheinsystems die Kapazität der Kitaplätze stark erhöhen können. Dadurch haben mehr Familien Zugang zu einem subventionierten Betreuungsplatz und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird deutlich gefördert. Mit dem Wechsel zur Webapplikation «kiBon» konnten die Prozesse des Betreuungsgutscheinsystems erheblich optimiert werden. Im Rahmen der gemeinsamen Steigerung der Kosteneffizienz durch die GSI und die Sozialdienste des Kantons wurde das Pilotprojekt «Gleiche Vollzugsstandards für Sozialhilfe im ganzen Kanton Bern» lanciert. Dabei soll der Vollzug des Sozialhilfegesetzes (SHG) in den Sozialdiensten durch ein unabhängiges Sozialrevisorat kontrolliert werden. Stand Juni 2020 konnten bereits zwölf Sozialdienste durch das Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen KPMG AG geprüft werden. Ziel ist es, die Effizienz aller Sozialdienste sowohl auf Gemeinde- wie auch auf Kantonsebene zu erhöhen. Für Januar 2023 plant der Kanton Bern die Inkraftsetzung des Gesetzes über die Leistungen für Menschen mit Behinderung (BLG). Gegenüber dem heutigen System der Objektfinanzierung soll durch die Umstellung auf die Subjektfinanzierung ein zusätzliches Mass an Autonomie für Menschen mit Behinderung geschaffen werden.

Erneuerungen im Gesundheitsamt

Die umfassende Gesamterneuerung der kantonalen Spitallisten für Akutsomatik (2019), Psychiatrie (2020) und Rehabilitation (2021) konnte abgeschlossen werden. Diese Arbeit war als Folge der Überarbeitung und Aktualisierung der Versorgungsplanung notwendig geworden. Auch im Leistungsvertrag der Pflege zu Hause hat die GSI diverse Änderungen umgesetzt, damit Fehlanreize eliminiert und die Entschädigungssysteme vereinfacht werden. Das Ziel ist ein einfaches, korrektes und nachhaltig finanziertes Abgeltungsmodell, so dass der Kanton Bern der herausfordernden demografischen Entwicklung und dem erwarteten Anstieg des künftigen Bedarfs an ambulanter Pflege begegnen kann.

Umstrukturierung und Digitalisierung

Anfang 2021 gab es eine Umstrukturierung bei der GSI. Neu umfasst die Direktion das Generalsekretariat, das Gesundheitsamt (GA) und das Amt für Integration und Soziales (AIS). Das Alters- und Behindertenamt wurde auf die beiden Fachämter aufgeteilt, das Kantonsarztamt sowie das Kantonsapothekeramt in das Gesundheitsamt integriert und das Rechtsamt ist nun Teil des Generalsekretariats.

Die Projekte zur Umsetzung der Digitalisierungsstrategie GSI schreiten wie geplant voran. Im Jahr 2020 konnten vier Projekte abgeschlossen werden, an zwölf weiteren wird gearbeitet. So wurde beispielsweise mit der Einführung der Applikation HOSP ein wichtiger Schritt in der elektronischen Abrechnung von Spitalkostenbeiträgen gemacht. Ausserdem wurde Ende 2020 ein wichtiger Meilenstein bei der Entwicklung einer Spitaldatenerfassungs-Plattform (SDEP) erreicht. Ab 2021 kann somit ein Teil der durch den Bund beauftragten Statistikdatenerhebung vereinfacht über SDEP erfolgen.

Die Coronapandemie hat der Digitalisierung in der Direktion zusätzlich Schwung verliehen. Nebst der Verlagerung vieler Verwaltungstätigkeiten ins Homeoffice und in virtuelle Sitzungsräume wurden mit Hochdruck und in kurzer Zeit IT-Lösungen für die Statistikdatenerhebung und das Contact Tracing geschaffen.

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