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Situation auf dem bernischen Arbeitsmarkt im Januar 2021 Lockdown führt zu steigender Arbeitslosigkeit

8. Februar 2021 – Medienmitteilung; Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion

Die Zahl der Arbeitslosen im Kanton Bern erhöhte sich im Januar 2021 um 458 Personen auf 16‘664. Die Arbeitslosenquote stieg von 2,8 auf 2,9 Prozent (Schweiz: von 3,5 auf 3,7 Prozent). Den grössten Anstieg der Arbeitslosigkeit verzeichnete das Gastgewerbe infolge der angeordneten Schliessung der Restaurants. Bereinigt um die jahreszeitlichen Effekte blieb die Arbeitslosigkeit stabil.

Die Zunahme der Arbeitslosigkeit im Januar ist grösstenteils auf die Branchen zurückzuführen, die besonders von den Massnahmen des zweiten Lockdowns betroffen waren. Demzufolge stieg die Zahl der Arbeitslosen im Gastgewerbe stark an. Aufgrund der angeordneten Ladenschliessungen im Januar zeichnet sich auch im Detailhandel bereits ein Anstieg der Arbeitslosigkeit ab. Das bernische Baugewerbe verzeichnete aus saisonalen Gründen mehr Arbeitslose.

Bereinigt um die saisonalen Einflüsse blieb die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat stabil. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote betrug 2,6 Prozent (Details zur Saisonbereinigung siehe Hinweis).

In sieben von zehn Verwaltungskreisen stieg die Arbeitslosigkeit an, in drei Verwaltungskreisen blieb sie stabil. Den grössten Anstieg verzeichnete der Verwaltungskreis Biel/Bienne. Die Spannweite der Arbeitslosenquote in den zehn Verwaltungskreisen geht von 1,4 (Frutigen-Niedersimmental) bis 5,3 Prozent (Biel/Bienne).

Verglichen mit dem Januar 2020 sind 5’176 Personen mehr arbeitslos.

Im Januar trafen 2’460 Gesuche zur Kurzarbeit ein. Sie betrafen 21’320 Beschäftigte (Dezember 2020: 1’580 Gesuche, 16’138 Beschäftigte).

Zusätzliche Informationen finden sich unter www.be.ch/wirtschaftsdaten

Hinweis

Bei der Saisonbereinigung werden regelmässige jahreszeitliche Einflüsse aus der Monatsstatistik eliminiert, um die konjunkturbedingten Veränderungen der Arbeitslosenzahlen zu untersuchen. Die jahreszeitlichen Schwankungen kommen beispielsweise durch die Witterung (Gast- und Baugewerbe) oder institutionelle Termine (Ausbildungsabschlüsse, Feiertage, Ferien) zu Stande.

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