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Coronavirus Der Kanton Bern ist bereit für das grosse Testen und Impfen

9. April 2021 – Medienmitteilung; der Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion und der Bildungs- und Kulturdirektion

Der Kanton Bern ist bereit, um grossflächig in Schulen und in der Bevölkerung testen zu können. Weiter erhöht der Kanton Bern seinen Impfrhythmus: Die Impfzentren weiten ihre Öffnungszeiten aus, ein zusätzliches Impfzentrum wird im Mai auf dem Gelände der BEA-Bern-Expo eröffnet und die Hausärzte beginnen mit Impfen.

«Ein wichtiges Etappenziel ist in Reichweite», sagte Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektor Pierre Alain Schnegg heute an einem Point de presse. Die Fallzahlen im Kanton Bern liegen deutlich unter dem schweizweiten Durchschnitt und zeigen, dass sich die Bevölkerung weiterhin sehr gut an die Hygiene- und Distanzregeln hält. Auch die Todesfälle im Zusammenhang mit Covid sind stark zurückgegangen und bewegen sich mittlerweile bei weniger als 5 pro Woche. Die ansteckendere britische Virusvariante hat inzwischen die herkömmliche fast verdrängt. Das bedeutet, dass noch grössere Aufmerksamkeit auf den Schutz vor Ansteckungen gelegt werden muss. Der Kanton Bern will dies mit gross angelegten Massnahmen erreichen: Er ist bereit fürs Massentesten an Schulen, in den Betrieben und in der Bevölkerung. Zudem erhöht er mit den angekündigten grösseren Mengen an Impfstofflieferungen seinen Impfrhythmus; Ärzte und Apotheken werden eingebunden.

Nächste Woche werden neue Impftermine freigegeben

Der Kanton Bern verfolgt das Ziel, dass bis Juli/August alle Personen, die dies wünschen, geimpft werden können. Wenn sich die Hälfte der Bevölkerung impfen lassen will, wäre dies eine halbe Million Bernerinnen und Berner. Bis gestern Abend wurden im Kanton Bern 200 000 Dosen verimpft: 76 000 Personen sind bereits vollständig geimpft, weitere 55 000 Personen haben eine erste Dosis erhalten. Erstmals in dieser Kampagne wurden gestern Donnerstag mehr als 7000 Impfungen an einem Tag durchgeführt. Für eine Impfung registriert haben sich bereits fast 400’000 Personen. Von den bisher zugelassenen Impfgruppen sind die Gruppen A und B fast fertig geimpft. Bei der seit dem 1. April zugelassenen Gruppe C (65- bis 74-Jährige) warten 40 000 von 70 000 registrierten Personen noch auf einen Impftermin.

Mit der angekündigten nächsten Impfstofflieferung wird der Kanton Bern in der kommenden Woche neue Termine aufschalten können: Ab heute werden sich weitere 5 000 Personen für eine Erst- und Zweitimpfung anmelden können (Gruppen A, B, C). Ab dem 19. April werden sich weitere 20 000 Personen für eine Impfung anmelden können.

Werden die erwarteten Impfdosen zeitgerecht geliefert, werden weitere Impfgruppen ab Ende Monat zur Impfung zugelassen. Bis Mitte Mai soll der Kanton Bern erneut rund 250 000 Dosen erhalten.

Zehntes Impfzentrum öffnet anfangs Mai

Mit dem Eintreffen der grossen Impfstoffmengen weitet der Kanton Bern seine Impfkadenz aus: Das grosse Impfen kann beginnen. Die neun Impfzentren weiten ihre Kapazitäten aus. Bereits im April werden einige der Zentren zusätzlich an Samstagen geöffnet sein, ab Mai zusätzlich an Sonntagen. Ziel ist, dass in den Impfzentren mindestens 10 000 Personen pro Tag geimpft werden können. Anfangs Mai wird ein zusätzliches zehntes Impfzentrum auf dem Gelände der BEA-Bern-expo eröffnet mit einer Kapazität von zusätzlichen rund 3500 Impfungen pro Tag. Das neue Zentrum wird in Zusammenarbeit mit der Sicherheitsdirektion aufgebaut.

Zusätzlich werden 17 mobile Impfteams unterwegs sein; sie können bis zu 1700 Personen pro Tag impfen. Um auch Personen in abgelegenen Regionen impfen zu können, wird der Testtruck des Kantons Bern in einen Impftruck umgebaut.

Impfungen bei Hausärzten und in Apotheken

Neu kommen ab heute für die Impfung auch die Hausärzte hinzu: 300 Ärztinnen und Ärzte haben sich angemeldet, über 200 Praxen werden als zusätzliche Impforte agieren. Sie fangen mit einer kleinen Menge Moderna-Impfstoff an, schon in zwei Wochen sollen sie ihre Kapazitäten erhöhen können. Zudem haben sich Hausärztinnen und Hausärzte zusammengeschlossen, um in Corgémont, Aarberg, Unterzollikofen und Riggisberg Impfpraxen zu eröffnen, die ab Mai 2021 den Betrieb aufnehmen werden.

Abhängig von den angekündigten umfangreichen Lieferungen des Moderna-Impfstoffs, sollen ab Anfang Mai auch Apotheken Impfungen anbieten können.

Ab 3. Mai finden Massentests an Schulen statt

Ein wichtiger Pfeiler in der Pandemiebekämpfung sind die Tests. Die Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion (GSI) hat Kontakt zu vielen Unternehmen aufgenommen; bereits haben sich 200 grosse und kleinere Firmen gemeldet, die Testungen in ihren Unternehmen durchführen wollen.

Auch in Schulen soll regelmässig getestet werden. Der eben zu Ende gegangene Pilotversuch war erfolgreich: An vier Volkschulen, am Gymnasium Kirchenfeld und an der Berufsfachschule des Detailhandels in Bern haben in der ersten Testwoche an den einzelnen Schulen zwischen 70 und rund 90 Prozent der Schülerinnen und Schüler den freiwilligen Speicheltest gemacht. In den 24 Klassen fiel lediglich eine Pool-Testung positiv aus.

Ab dem 3. Mai sollen nun möglichst viele Kinder und Jugendliche von der ersten bis zur neunten Klasse und an der Sekundarstufe II wöchentlich getestet werden. Die Bildungs- und die Gesundheitsdirektion hoffen, dass damit asymptomatische Ansteckungen frühzeitig erkannt werden, Übertragungsketten unterbrochen und möglichst wenige Klassen in Quarantäne geschickt werden müssen.

Bei den freiwilligen Massentests kommen Speicheltests zum Einsatz. Die Lehrpersonen sammeln die einzelnen Proberöhrchen der Schülerinnen und Schüler ein. Die Gemeinde organisiert einen Sammeldienst, die Post holt die Tests am Gemeindesammelpunkt ab und bringt sie nach Münsingen in ein eigens aufgebautes mobiles Labor. Es werden jeweils maximal 10 Proben der gleichen Klasse zu einem Pool zusammengefasst und getestet. Bei einer positiven Poolprobe werden alle Schülerinnen und Schüler des Pools nochmals einzeln getestet.

Die wöchentlichen Massentests sind für den Zeitraum von Mai bis zum Beginn der Herbstferien geplant. Der Regierungsrat des Kantons Bern hat dafür einen Kredit von 988'000 Franken bewilligt. Der Kredit umfasst die Kosten für das zentrale Pooling der Proben, die Analyse und die logistischen Massnahmen.

Die Hirslanden AG unterstützt den Kanton Bern bei der Massentestung an Schulen und steht auch als zusätzlicher Ansprechpartner für Testvorhaben in Unternehmen zur Verfügung. Kontakt: togetherwetest@hirslanden.ch

  • Online-Registrierung, -Anmeldung und Informationen zum Impfen 
    Wichtiger Hinweis: Wir bitten die Bevölkerung sich online anzumelden. Die Anmelde-Hotline ist Personen ohne Computerzugang vorbehalten.
  • Informationen zu Massentests an Schulen
  • Informationen zu Tests in Betrieben

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