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Analyse der Löhne von Frauen und Männern Kaum Unterschiede in der Kantonsverwaltung, erklärbare Differenzen bei Lehrpersonen

23. September 2021 – Medienmitteilung; Regierungsrat

Die Lohnunterschiede in der Kantonsverwaltung zwischen Frauen und Männern sind gering. Bei den Lehrkräften sind die Lohnunterschiede etwas grösser, aber erklärbar. Dies zeigt die aktuelle Überprüfung der Löhne, die der Regierungsrat zur Kenntnis genommen hat. Der Kanton wird die Lohngleichheit in Zukunft regelmässig überprüfen.

In der Kantonsverwaltung verdienen Frauen und Männer annähernd gleich viel. Das hat eine statistische Analyse ergeben, die mit dem Instrument «Logib» (Lohngleichheitsinstrument Bund) durchgeführt wurde. Die Durchführung der Analyse wurde anschliessend durch ein Revisionsunternehmen formell überprüft.

Deutlich unter der Toleranzschwelle in der Kantonsverwaltung

Zwar verdienen Frauen bezogen auf den durchschnittlichen Bruttolohn 10,9 Prozent weniger als die Männer. Ein wesentlicher Teil dieser Differenz ist aber auf nichtdiskriminierende, objektive Faktoren zurückzuführen. So sind weibliche Mitarbeitende durchschnittlich jünger als die männlichen Mitarbeitenden und zudem weniger lang beim Kanton tätig. Tendenziell übernehmen Männer nach wie vor Stellen, die höhere Anforderungen stellen. Andererseits ist der Frauenanteil bei Stellen ohne Kaderaufgaben grösser. Es verbleibt eine nicht erklärte Lohndifferenz zuungunsten der Frauen von 2,4 Prozent. Das Ergebnis liegt deutlich unter der Toleranzschwelle von fünf Prozent, die der Bund im Rahmen des Beschaffungswesens anwendet.

Erklärbare Lohnunterschiede bei Lehrerinnen und Lehrern

Nach dem gleichen Vorgehen wurden bei allen Lehrpersonen im Kanton Bern die Gehälter auf geschlechtsdiskriminierende Faktoren analysiert. Lehrerinnen verdienen auf den durchschnittlichen Bruttolohn bezogen 10 Prozent weniger als Lehrer. Zwischen den Geschlechtern verbleibt nach Abzug der nichtdiskriminierenden, objektiven Faktoren eine Lohndifferenz von 4,7 Prozent. Aufgrund methodischer Vorgaben wurden allen Lehrpersonen die gleichen Kompetenz- und Funktionsniveaus zugeteilt. Dies führte dazu, dass die Gehaltklassen der verschiedenen Schulstufen miteinander verglichen wurden. Der Umstand, dass auf den höheren Stufen nicht nur die Lohnklasse höher ist, sondern auch mehr Männer unterrichten, erklärt zu einem grossen Teil die gemessene Lohndifferenz. Es zeigt sich, dass mit der Anhebung der Gehaltklasse auf der Primarstufe im Jahr 2020, ein Zeichen für die Lohngleichheit gesetzt wurde.

Künftig regelmässig überprüft

Der Regierungsrat nimmt die Ergebnisse mit Zufriedenheit zur Kenntnis. Er erachtet es als Bestätigung dafür, dass die geschlechtsunabhängige Konzeption der Lohnsysteme zum Tragen kommt. Die Kantonsregierung wird die Entwicklung der Lohngleichheit auch zukünftig genau verfolgen. Die Analysen wurden aufgrund der Zielsetzung in der Personalstrategie sowie als Folge des revidierten Bundesgesetzes über die Gleichstellung von Frau und Mann durchgeführt. Die Lohngleichheit wird künftig regelmässig überprüft, das nächste Mal in vier Jahren.

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