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Runder Tisch Thuner Innenstadtverkehr Sofortmassnahmen zur Stauverminderung am rechten Seeufer in Vorbereitung

24. September 2021 – Medienmitteilung; Bau- und Verkehrsdirektion

Der Runde Tisch zum Thuner Innenstadtverkehr spricht sich dafür aus, Sofortmassnahmen zur Stauverminderung am rechten Thunerseeufer in die Wege zu leiten und deren Wirkung auszuwerten. Ausserdem sollen Massnahmen zum Schutz der Wohnquartiere und zur Verkehrsverminderung vertieft abgeklärt werden. Im letzten Teil der Veranstaltung wurde der von den Delegierten des rechten Thunerseeufers geforderte Verkehrsversuch zur Aufhebung des Einbahnverkehrs in der Innenstadt andiskutiert.

Am vierten Runden Tisch zum Thuner Innenstadtverkehr standen drei Hauptthemen im Vordergrund: Das Einleiten von Sofortmassnahmen zur Verbesserung der Stausituation am rechten Seeufer, die Diskussion von Massnahmen zum Schutz der Wohnquartiere und in den Bereichen Mobilitätsmanagement und Raumplanung sowie ein Verkehrsversuch zur Aufhebung des Einbahnverkehrs in der Thuner Innenstadt.

Sofortmassnahmen

Um möglichst schnell erste Verbesserungen zu realisieren, haben die Delegierten des Runden Tischs, der Oberingenieurkreis I und die Stadt Thun das Verkehrsplanungsbüro beauftragt, ein geeignetes Bündel von Sofortmassnahmen zur Verbesserung der Stausituation am rechten Seeufer vorzubereiten, so dass die notwendigen Gelder vom Kanton freigeben und die Realisierung angegangen werden können. Dabei geht es vor allem um die Optimierung des Verkehrsflusses in der abendlichen Stosszeit, beispielweise durch den versuchsweisen Einsatz von Verkehrsdiensten an den Kreiseln Schlossberg und Lauitor, Verbesserungen des Verkehrsablaufs in der Marktgasse (Bushaltestelle), Tempo 30 am stadtnahen rechten Seeufer zwischen 15 und 18 Uhr und die Bevorzugung der stadteinwärts fahrenden Busse. Auch zum Veloverkehr auf dem Aarequai werden Sofortmassnahmen vorgeschlagen, z. B. die bessere Signalisation der Velozugänge zum Aarequai. Die Massnahmen werden nun soweit detailliert und allenfalls ergänzt, dass ihre Kosten klar abgeschätzt und ihre Finanzierung sichergestellt werden können. Dazu gehören auch die Planung und Kosten einer unerlässlichen Wirkungskontrolle. Diese Entscheidungsgrundlagen sollen nach den Herbstferien vorliegen. Nach der Bereitstellung des Ausführungskredits und der Beschaffung der erforderlichen Ausrüstung und Dienstleistungen ist eine Umsetzung ab März 2022 realistisch.

Schutz der Wohnquartiere, Mobilitätsmanagement, Raumplanung

Das Planungsbüro präsentierte am Runden Tisch ausserdem Vorschläge zum Schutz der Wohnquartiere am Hang des rechten Seeufers. Dazu fanden auch bereits Gespräche mit den Gemeinden statt. Der Kanton empfiehlt den Gemeinden den Einsatz von temporären Fahrverboten bei den Einmündungen von fünf Gemeindestrassen in die Staatsstrasse. Die Fahrverbote mit Zubringerdienst könnten an den kritischen Wochenenden jeweils am Nachmittag aufgestellt und durch Personal, das den Verkehr lenkt, durchgesetzt werden. Im Bereich Mobilitätsmanagement wird vorgeschlagen, mit Sharing-Angeboten, Mitfahrgelegenheiten, vermehrtem Home-Office und Co-Working-Spaces das Verkehrsaufkommen zu reduzieren.

Verkehrsversuch zur Aufhebung Einbahnverkehr Innenstadt

Nebst Massnahmen zur Stauverminderung auf der Hofstettenstrasse fordern die Delegierten vom rechten Seeufer einen Verkehrsversuch zur Aufhebung des Einbahnverkehrs in der Thuner Innenstadt. Die Delegierten haben das Thema im letzten Teil des Abends andiskutiert. Die Meinungen zu den Zielen und zum Erkenntnisgewinn eines Verkehrsversuchs gehen dabei weit auseinander. Der Runde Tisch wird die Diskussion Anfang November fortsetzen und die Sofortmassnahmen definitiv verabschieden.

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