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Berufsbildung für Erwachsene 50 Erwachsene holen eine Ausbildung nach

10. Januar 2018 – Medienmitteilung; des Kantons Bern und der Stanley Thomas Johnson Stiftung

Die Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern (GEF) startet zusammen mit der Stanley Thomas Johnson Stiftung und der Erziehungsdirektion des Kantons Bern (MBA und BIZ) die zweite Staffel des Projekts «2. Chance auf eine 1. Ausbildung». Ziel des Projektes ist es, 50 motivierten Personen eine Ausbildung bis zum Berufsabschluss zu ermöglichen und die Integration in den Arbeitsmarkt zu erleichtern. Die Anmeldung für eine Teilnahme ist vom 10. Januar bis zum 1. Februar 2018 online möglich.

In der Schweiz verfügen über 400‘000 Menschen im Alter von 25 bis 54 Jahren über keine abgeschlossene erste Berufsausbildung. Ohne Ausbildung ist es auf dem Schweizer Arbeitsmarkt sehr schwierig, eine Stelle zu finden. Es gibt viele Gründe, warum jemand keine erste Ausbildung abgeschlossen hat. Mit dem Projekt «2. Chance auf eine 1. Ausbildung» erhalten nun 50 Personen aus dem Kanton Bern die Möglichkeit, einen Berufsabschluss nachzuholen. Die Stanley Thomas Johnson Stiftung führt das Projekt in Zusammenarbeit mit der Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern (GEF), dem Mittelschul- und Berufsbildungsamt (MBA) und den Berufsberatungs- und Informationszentren (BIZ) der Erziehungsdirektion des Kantons Bern durch.

Gesucht werden Erwachsene, die bereit sind, eine erste Berufsausbildung nachzuholen, um sich für den Arbeitsmarkt fit zu machen. Priorität haben Bewerberinnen und Bewerber, die eine Berufslehre absolvieren möchten. Möglich ist aber auch das Nachholen einer höheren Berufsbildung. Eine Aufnahme ins Projekt ist an verschiedene Bedingungen geknüpft: Unter anderem müssen die Personen 25 Jahre alt oder älter sein, im Kanton Bern wohnen und über nicht genügend Geld verfügen, um die Ausbildung selbst zu finanzieren.

Das Angebot ist auf die Bedürfnisse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zugeschnitten, denn bildungsferne Erwachsene brauchen in der Regel eine individuelle Begleitung. Im Rahmen dieses Projekts werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Wahl ihres Berufszieles beraten und nach Bedarf auch während der Ausbildung gecoacht. Das hilft ihnen, den passenden Weg zu finden. Je nach Bildungsweg, Lebens- und Arbeitssituation werden sie durch die Stanley Thomas Johnson Stiftung finanziell unterstützt.

Das Projekt «2. Chance auf eine 1. Ausbildung» trägt einer hochaktuellen Problematik Rechnung», so Guido Münzel, Projektleiter und Geschäftsführer der Stanley Thomas Johnson Stiftung. «Die Aus- und Weiterbildung von Erwachsenen ist aus wirtschafts-, gesellschafts- und sozialpolitischer Sicht von grösster Bedeutung.» Der Fachkräftemangel wird aufgrund des technologischen Wandels und der demographischen Entwicklung in den kommenden Jahren noch zunehmen. In einzelnen Branchen und Berufen ist der Mangel bereits gross. Für Regierungsrat und Gesundheits- und Fürsorgedirektor, Pierre Alain Schnegg, ergeben sich zusätzliche Vorteile aus diesem Projekt: «Die gesellschaftliche Entwicklung und der gestiegene Anteil von Personen ausländischer Herkunft führen zunehmend zu heterogenen Berufs- und Bildungslaufbahnen. Erwachsene ohne Berufsausbildung sind weniger gut in den Arbeitsmarkt integriert. Sie sind häufiger arbeitslos, und überdurchschnittlich viele arbeiten in Tieflohnstellen. Um diesen Entwicklungen Rechnung zu tragen, sollen Erwachsene im Kanton Bern die Möglichkeit erhalten, einen ersten Berufsabschluss zu erlangen oder den Beruf zu wechseln.»

Weitere Informationen zum Projekt «2. Chance auf eine 1. Ausbildung», zum Bewerbungsprozess und zu den ersten Ergebnissen aus dem Pilotprojekt, das 2016 lanciert wurde, finden Sie auf der Webseite www.2chance1ausbildung.ch.

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