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170 Jahre Bundesverfassung und Bundesstadt Bern Empfang des diplomatischen Corps und der Eidgenössischen Räte im Äusseren Stand

12. September 2018 – Medienmitteilung; des Kantons und der Stadt Bern

Am 12. September 1848 wurde die neue Schweizer Bundesverfassung im Rathaus zum Äusseren Stand unterzeichnet. Anlässlich des 170-Jahr-Jubiläums und der Wahl Berns zur Bundesstadt haben die Regierungen des Kantons und der Stadt Bern das diplomatische Corps sowie Mitglieder des National- und Ständerats in den historischen Räumlichkeiten zum Äusseren Stand empfangen. Regierungsrätin Beatrice Simon, Regierungsrat Pierre Alain Schnegg und Stadtpräsident Alec von Graffenried begrüssten die rund 170 Gäste. Gastreferent Claude Longchamp führte das Publikum auf einer Zeitreise von 1848 bis in die Gegenwart.

Der Kanton und die Stadt Bern pflegen die Beziehungen zum diplomatischen Corps und zu den eidgenössischen Räten. Die regelmässigen Treffen sollen dazu beitragen, die Kontakte zu den in Bern ansässigen Botschaften und zu den Mitgliedern des Bundesparlaments zu vertiefen. Bereits zum vierten Mal fand ein gemeinsamer Anlass statt.

Regierungsrätin Beatrice Simon, Regierungsrat Pierre Alain Schnegg und Stadtpräsident Alec von Graffenried begrüssten ihre Gäste im Restaurant zum Äusseren Stand. Im Äusseren Stand wurde nicht nur die Bundesverfassung von 1848, sondern bereits die Berner Kantonsverfassung von 1831 erarbeitet. Weil auch der Weltpostverein 1874 hier gegründet wurde, ist der Äussere Stand für Regierungsrat Pierre Alain Schnegg ein symbolischer Ort für den Föderalismus und die Weltoffenheit, wie sie noch heute in Bern gelebt werden. Der Regierungsrat betonte die wichtige Rolle, die Bern als politisches Zentrum der Schweiz einnimmt. «Bern sei aber auch, neben vielem anderen, ein bedeutender Forschungs- und Bildungsstandort», sagte Schnegg mit Blick auf die Studierenden der Hochschule der Künste Bern, die den Empfang musikalisch begleiteten.

Im November 1848 traten die neu gewählten eidgenössischen Räte erstmals in Bern zusammen und wählten die Stadt zum Sitz der Bundesbehörden. Stadtpräsident Alec von Graffenried sagte, Bern sei gerne Bundesstadt. «Die Stadt Bern hat vor 170 Jahren alles dafür getan, Bundesstadt zu werden, und wir tun immer noch alles, um die Funktionen einer Hauptstadt optimal zu erfüllen.»

Der Politologe Claude Longchamp spannte für das Publikum aus dem In- und Ausland den Bogen von der Geburt der modernen Schweiz bis in die Gegenwart und bezeichnete das politische System der Schweiz als «einen gereiften Mischling».

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