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Regierung beantragt Kredit für neuartiges Forschungs- und Umsetzungszentrum

20. Dezember 2018 – Medienmitteilung; des Regierungsrates und der Universität Bern

An der Universität Bern soll ein weltweit führendes Forschungs- und Umsetzungszentrum im Bereich Natur und Mensch entstehen. Mit dem anwendungsorientierten Zentrum sollen Natur- und Umweltschutz im Einklang mit den Bedürfnissen einer wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung verbessert werden. Bis im April 2019 erarbeitet die Universität Bern unter Einbezug des Kantons Bern ein Finanzierungsgesuch im Umfang von 100 Mio. Franken zuhanden der Stiftung von Hansjörg Wyss. Im Erfolgsfall würden sich die Universität und der Kanton über zehn Jahre mit je 50 Mio. Franken an diesem Zentrum beteiligen. Der Regierungsrat beantragt dem Grossen Rat für die Frühlingssession 2019 einen entsprechenden Kredit.

Naturschutzgebiet nördlich des Mount Kenia, eine der beiden Regionen des Pilotprojekts (©Kaspar Hurni, CDE)

Bild vergrössern Naturschutzgebiet nördlich des Mount Kenia, eine der beiden Regionen des Pilotprojekts (©Kaspar Hurni, CDE)

Im Zusammenhang mit ihrer globalen Kampagne für den Naturschutz arbeitet die Wyss Foundation seit diesem Sommer mit der Universität Bern in einem einjährigen Pilotprojekt zusammen. Neben verschiedenen Forschungsarbeiten hat dieses Pilotprojekt zum Ziel, eine Machbarkeitsstudie für ein universitäres Zentrum (Wyss Centre Bern) zu erarbeiten, und den Nachweis für eine mögliche Ko-Finanzierung durch Kanton und Universität zu erbringen. An den laufenden Arbeiten sind der Kanton Bern unter Federführung der Volkswirtschaftsdirektion und drei international führende Forschungseinrichtungen der Universität Bern beteiligt: Das Interdisziplinäre Zentrum für Nachhaltige Entwicklung und Umwelt (CDE), das Oeschger-Zentrum für Klimaforschung (OCCR) und das Institut für Pflanzenwissenschaften (IPS).

Das geplante Zentrum würde es ermöglichen, im Kanton Bern und in drei weiteren Regionen der Welt zusammen mit Behörden, Wirtschaft, zivilgesellschaftlichen Organisationen und der lokalen Bevölkerung innovative Ansätze und Strategien zum Biodiversitäts- und Umweltschutz und seiner Vereinbarkeit mit wirtschaftlichem und sozialem Fortschritt zu erforschen und international zur Verfügung zu stellen.

Sollte das Zentrum zustande kommen, hätte der Kanton Bern die einmalige Chance, im Umwelt- und Nachhaltigkeitsbereich Pionierleistungen zu erbringen. Von der Kantonsbeteiligung würden 30 Millionen Franken für verschiedene innovative Projekte mit Forschungsunterstützung in den Themen Klimawandel, Biodiversität und Landnutzung im Kanton Bern  eingesetzt. Weitere 20 Millionen Franken würden als Forschungsgelder und in Form von Mieträumlichkeiten in das neue Zentrum mit Sitz in Bern fliessen.

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