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Abschluss der Bauarbeiten in der Thuner Innenstadt und Wirkungskontrolle des Bypass Thun Nord

4. Juli 2019 – Medienmitteilung; des Kantons Bern und der Stadt Thun

Die Bauphase 2019 der Verkehrszukunft Thun ist abgeschlossen, der Verkehr rollt seit kurzem wieder normal durch die Innenstadt. Die Umgestaltung von Berntorplatz und Lauitorstutz sind Folgeprojekte des Bypass Thun Nord. Eine Erfolgskontrolle des Kantons Bern zum Bypass Thun Nord zeigt nun, dass die Ziele zur Verkehrsentlastung der Innenstadt und der Bernstrasse tatsächlich erreicht werden. In den kommenden Jahren wird die Stadt Thun etappenweise auch noch die aarequerenden Innenstadtachsen erneuern und umgestalten.

Seit Freitag 28. Juni 2019 rollt der Verkehr wieder normal durch die Thuner Innenstadt. Die beiden Baustellen am Berntorplatz und Lauitorstutz konnten so weit vorangetrieben werden, dass die Burgstrasse eine Woche früher als geplant wieder zweispurig befahren werden kann. Der Berntorplatz kann nun die Verkehrsströme optimal bewältigen. Gleichzeitig wurde die Verkehrssicherheit verbessert. Am Lauitorstutz finden Velofahrende bergaufwärts jetzt einen Radsteifen vor, Autofahrende können nach dem Fussgängerstreifen problemlos überholen. Das kantonale Tiefbauamt des Kantons zieht eine positive Bilanz zu den Bauarbeiten: Dank den verlängerten Arbeitszeiten, dem grossen Engagement aller Beteiligten und der guten Witterung konnte die Bauphase 2019 auf knapp vier Monate verkürzt werden. Die Verkehrsbehinderungen in der Innenstadt hielten sich mehrheitlich in Grenzen. Das ist keine Selbstverständlichkeit: Auf den aarequerenden Achsen, wo seit der Einführung des Einbahnsystems rund 10'000 Fahrzeuge pro Tag unterwegs sind, mussten wegen der baustellenbedingten Sperrung der Burgstrasse in Richtung Lauitor rund 8000 zusätzliche Fahrzeuge durchgeschleust werden.

Ziele bezüglich Entlastung Innenstadt erreicht

Regierungsrat Christoph Neuhaus nahm den Abschluss der Bauarbeiten zum Anlass, generell eine erste Bilanz zum Bypass Thun Nord zu ziehen. Die Zielvorgaben für den Bypass Thun Nord waren hochgesteckt: Dank der neuen Zentrumsumfahrung und der Einbahnabschnitte in der Thuner Innenstadt soll der Autoverkehr auf den aarequerenden Innenstadtachsen um rund 40 Prozent auf noch ca. 10'000 Fahrzeuge pro Tag zurückgehen. Für die Bernstrasse liegt der Zielwert bei maximal 20'000 Fahrzeugen pro Tag, so dass der Verkehr im Bereich des Stuckikreisels möglichst staufrei rollt. Die Erfolgskontrolle zeigt nun, dass der Bypass Thun Nord seine Ziele erreicht: Auf der Kuhbrücke ging der Verkehr von 16'500 Fahrzeugen pro Tag im Jahr 2014 auf 10'100 zurück, auf der Bahnhofbrücke von 15'300 auf 9'800 Fahrzeuge pro Tag. Der Verkehrsrückgang erlaubt es, die aarequerenden Innenstadtachsen aufzuwerten und die Verhältnisse für die Stadtbesucher, den Bus- und den Veloverkehr deutlich zu verbessern. Das Entlastungsziel für die Bernstrasse wird sogar übertroffen, was zusammen mit den Verbesserungen auf dem Berntorplatz auch den Verkehrsteilnehmenden vom rechten Thunerseeufer zugutekommt.

Bypass Thun Nord als grosse Chance für den öffentlichen Verkehr

Regierungsrat Christoph Neuhaus betonte im Rahmen der Medienkonferenz, dass der Bypass Thun Nord nicht nur im Hinblick auf den Autoverkehr ein Erfolg ist. Der Bypass Thun Nord wird künftig auch für den öffentlichen Verkehr von grosser Bedeutung sein: Der National- und der Ständerat gaben kürzlich grünes Licht für die Realisierung der S-Bahnhaltestelle Thun Nord, welche im wirtschaftlichen Entwicklungsschwerpunkt Thun Nord unterhalb der Aarebrücke des Bypass geplant ist. Ergänzend dazu soll eine tangentiale Buslinie über den Bypass der neuen S-Bahnhaltestelle Passagiere zuführen und die Busfahrt zwischen Steffisburg und Thun West/Süd deutlich verkürzen. Dank der S-Bahnhaltestelle Thun Nord und der tangentialen Buslinie über den Bypass Thun Nord wird auch der öffentliche Verkehr in Thun noch attraktiver werden.

Etappenweise Erneuerung der aarequerenden Achse durch die Stadt Thun

Mit dem Berntorplatz und dem Lauitorstutz konnten zwei der vier Projekte der «Verkehrszukunft Thun» abgeschlossen werden. Die Stadt Thun wird in den kommenden Jahren die Erneuerung und Aufwertung der beiden aarequerenden Innenstadtachsen realisieren. Die zwei Einbahnstrassen sollen in mehreren Etappen an die neuen Bedingungen angepasst und damit fussgängerfreundlicher werden. Dank der etappenweisen Umsetzung können die Verkehrseinschränkungen für alle Verkehrsteilnehmenden während der Bauzeit minimiert werden. Der Baubeginn für die erste Etappe im Abschnitt Bahnhofbrücke bis Bälliz ist im Frühling 2020 vorgesehen. Im Herbst befindet der Thuner Stadtrat über das entsprechende Geschäft.

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