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Hochwasserschutz im Aaretal: Projekt im Abschnitt Thalgut - Chesselau geht in öffentliche Auflage

Das Hochwasserschutzprojekt «Thalgut - Chesselau» im Aareabschnitt zwischen der Thalgutbrücke (Gemeinden Gerzensee und Wichtrach) bis zur Unteren Chesselau (Gemeinde Münsingen) wird ab dem 15. Januar 2020 während 30 Tagen öffentlich aufgelegt. In diesem Gebiet befinden sich die Autobahn A6, die Haupt-Trinkwasserleitung der Region Bern sowie Liegenschaften, die vor Hochwasser geschützt werden müssen. Der heutige Hochwasserschutz ist ungenügend. Daher hat das Tiefbauamt des Kantons Bern in enger Zusammenarbeit mit den betroffenen Gemeinden, Fach- und Interessensgruppen während den letzten beiden Jahre ein Projekt erarbeitet, wie der Hochwasserschutz nachhaltig gelöst werden kann. Das Projekt «Thalgut - Chesselau» sieht vor, den Hochwasser- und Uferschutz rund 60 bis 100 Meter vom heutigen Aareufer entfernt zu erstellen. So entsteht ein klar definierter Raum, der durch die Aare in Anspruch genommen und eigendynamisch aufgeweitet werden kann. Die Bauarbeiten finden voraussichtlich in den Jahren 2021 bis 2025 statt. Die Unterlagen sind während der Auflagedauer in den drei betroffenen Gemeinden einsehbar. Weiterführende Informationen sind unter www.aare.bve.be.ch/chesselau zu finden.

Bau- und Verkehrsdirektion

Holzereiarbeiten an der Saxetenstrasse

Ab Montag, 20. Januar 2020 wird entlang der Saxetenstrasse aus Sicherheitsgründen Holz geschlagen. Betroffen ist der Abschnitt Chammeriboden – Chameri. Gearbeitet wird jeweils von Montag bis Freitag von 8 bis 17 Uhr. Während dieser Zeit wird der Verkehr teilweise einspurig durch die Baustelle geführt und von Hand geregelt. Auch kurze Sperrungen sind möglich.

Bau- und Verkehrsdirektion

Neuerscheinung zur römischen Kleinstadt Petinesca

Blick in das Haus 18 während der Ausgrabungen 1991 im Vorderberg (© Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Kathrin Glauser)

Bild vergrössern Blick in das Haus 18 während der Ausgrabungen 1991 im Vorderberg (© Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Kathrin Glauser)

Der Archäologische Dienst des Kantons Bern präsentiert eine neue zweibändige Publikation zu Studen-Petinesca. Die Bücher schliessen 35 Jahre nach der Entdeckung die wissenschaftlichen Auswertungen zum römischen Quartier im Vorderberg ab. Mitte der 1980er-Jahre kamen beim Kiesabbau am Vorderberg in Studen Reste von römischen Gebäuden zum Vorschein. Sie gehörten zu einem bis dahin unbekannten Quartier der Kleinstadt Petinesca, eine archäologische Fundstelle von nationaler Bedeutung. Der Archäologische Dienst des Kantons Bern führte von 1985 bis 1992 umfassende Rettungsgrabungen durch und legte ein ganzes Quartier frei. An einer rund 240 Meter langen Strassenachse orientierten sich ein Dutzend Holzbauten aus dem 1. Jahrhundert n. Chr., die im 2. und 3. Jahrhundert durch Steingebäude ersetzt wurden. Während die frühe Holzbebauung bereits 1995 und 2002 in zwei Monografien dokumentiert wurde, widmet sich eine neue Publikation den jüngeren Steinbauphasen. Insgesamt wurden im Vorderberg sieben Steingebäude erfasst. Wie es für römische Kleinstädte typisch ist, dienten sie verschiedenen Wohn- und Gewerbezwecken, im Vorderberg etwa dem Darren von Flachs oder Getreide und dem Gerben von Leder. Ein Haus sticht besonders hervor: Es verfügte über als Halbkeller ausgeformte Räume, die in zwei Fällen mit Wandmalereien ausgestattet waren. Aufgrund des Fundmaterials dürfte es sich um den Versammlungsraum einer Handwerkskorporation, möglicherweise der Gerber, gehandelt haben.

Angaben zur Publikation

Rudolf Zwahlen et al., Vicus Petinesca, Vorderberg. Die Steinbauphasen. Petinesca 5. 2 Bde. Bern 2020. Bd. 1 (Text): 288 Seiten, 325 Farbabbildungen; Bd. 2 (Kataloge und Tafeln): 248 Seiten, 176 Tafeln. Preis: CHF 68.–. ISBN 978-3-9525057-0-0. Erhältlich beim Archäologischen Dienst des Kantons Bern, adb@be.ch, Tel. 031 633 98 00, Tel. 031 380 14 80, oder im Buchhandel.

Öffentliche Buchpräsentation

Mittwoch, 22. Januar 2020, 18 Uhr, NMB Neues Museum Biel, Seevorstadt 52, Biel. Mit Bernadette Walter, Direktorin und Kuratorin NMB, Ludivine Marquis, Kuratorin Archäologie NMB, Christa Ebnöther, Ordinaria für Archäologie der Römischen Provinzen, Institut für Archäologische Wissenschaften der Universität Bern, und Adriano Boschetti, Kantonsarchäologe. Den thematischen Schwerpunkt der Veranstaltung bildet ein Vortrag von Rudolf Zwahlen zum Inhalt des Buches.


Bilder

Rekonstruktion der Halbkeller von Haus 18. (JPG, 1 MB) (© Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Max Stöckli)

Das Trinkgeschirr-Ensemble aus Haus 18. Der schwarze Becher im Vordergrund besitzt eine Inschrift, die als «FRATRI» zu lesen ist (lateinisch für «dem Bruder») und im Fundkontext wohl auf eine Handwerkskorporation («Bruderschaft») hinweist (JPG, 2 MB) (© Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Badri Redha)

Bildungs- und Kulturdirektion

Sondierbohrungen an der Stützmauer am Ländteweg in Oberhofen

An der Stützmauer am Ländteweg in Oberhofen werden zur Beurteilung ihres Zustands Sondierbohrungen vorgenommen. Der Verkehr im Bereich der Stützmauer wird auf einer Länge von rund 100 Metern ab Montag, 20. Januar bis Mittwoch, 22. Januar 2020 einspurig geführt. Die Verkehrserschwerung dauert jeweils von 8.30 bis 16.30 Uhr. Der Verkehr wird von Hand geregelt.

Bau- und Verkehrsdirektion

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