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Familienergänzende Kinderbetreuung Kita-Betrieb kann wieder hochgefahren werden

28. April 2020 – Medienmitteilung; Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion

Mit den Lockerungen für die Wirtschaft und das Gewerbe steigt der Bedarf an familienergänzender Kinderbetreuung für erwerbstätige Eltern deutlich an. Der Kanton stoppt deshalb per sofort seinen Appell, die Kinder möglichst zu Hause zu betreuen. So können die Kinderbetreuungsinstitutionen (Kitas und Tagesfamilienorganisationen) zusammen mit den Eltern den Wiedereinstieg in die Betreuung planen. Ab dem 17. Mai soll die Vollbelegung wieder möglich sein.

Seit dem 17. März waren die Eltern aufgefordert worden, ihre Kinder wenn möglich zu Hause zu betreuen. Dies mit dem Ziel, die Ausbreitung des Coronavirus möglichst einzudämmen. Die familienergänzenden Betreuungsinstitutionen blieben aber geöffnet und betreuten Kinder, deren Eltern es nicht anders organisieren konnten. Sie wurden in möglichst konstanten und kleinen Gruppen betreut. Die Gebühren für jene Plätze, die zwar tatsächlich angeboten werden, aber aufgrund des Appells des Kantons leer bleiben, übernehmen der Kanton und die Gemeinden zwischen dem 17. März und 16. Mai 2020 (vgl. Medienmitteilung vom 22. April 2020).

Zahlreiche Geschäfte, Dienstleister, medizinische Praxen und weitere Betriebe dürfen gestützt auf die bundesrätlichen Lockerungen für die Wirtschaft und das Gewerbe sukzessive wieder öffnen. Auch die Spitäler können wieder planbare Eingriffe durchführen. Dadurch steigt der Bedarf an familienergänzender Kinderbetreuung für erwerbstätige Eltern deutlich an.

Aus diesem Grund hat das kantonale Führungsorgan (KFO) heute auf Antrag der Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion (GSI) beschlossen, dass im Kanton Bern die Vollbesetzung der Betreuungsinstitutionen ab dem 17. Mai wieder möglich sein soll. Der Appell, die Kinder möglichst privat zu betreuen, gilt ab heute nicht mehr. Die Betreuungsinstitutionen können durch diesen Beschluss ihre Kapazitäten nun schrittweise anpassen und die Wiederaufnahme der Betreuung in Absprache mit den Eltern sorgfältig planen. Dieses Vorgehen wird auch von kibeSuisse, dem Verband Kinderbetreuung Schweiz, begrüsst.

Diese schrittweise Anpassung und sorgfältige Wiederaufnahme der Betreuung wird vor allem auch möglich, weil der Kanton und die Gemeinden bis am 16. Mai jene Plätze finanzieren, die wegen der Betreuung zu Hause leer bleiben.

Weiterhin müssen aber die zentralen Hygiene- und Verhaltensvorschriften eingehalten werden, insbesondere der Schutz von besonders gefährdeten Personen muss weiterhin sichergestellt sein. Die Kitas und Tagesfamilienorganisationen richten sich nach dem Merkblatt für Kinderbetreuungsinstitutionen des Bundes. Wird das Merkblatt aktualisiert oder durch ein Schutzkonzept ersetzt, ist diese Version massgebend. Der Kanton kann bei Bedarf ergänzen oder präzisieren. Die GSI und die Direktion für Inneres und Justiz bedanken sich herzlich bei allen Betreuungsinstitutionen und Eltern für ihre sehr wichtige Unterstützung bei der Bekämpfung des Coronavirus.

Spielgruppen dürfen wieder öffnen

Aus Sicht des Kantons fallen die Spielgruppen unter Art. 6, Abs. 1 der Verordnung 2 über Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus (COVID-19), sofern keine entsprechende Ausnahme formuliert ist. Gemäss diesem Artikel ist es verboten, öffentliche oder private Veranstaltungen, einschliesslich Sportveranstaltungen und Vereinsaktivitäten, durchzuführen. Das Bundesamt für Gesundheit hat jedoch an der Medienkonferenz vom 24. April 2020 mitgeteilt, dass Spielgruppen davon ausgenommen sind. Sie dürfen somit auch im Kanton Bern wieder öffnen.

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