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Neues Instrument zur Förderung der Zweisprachigkeit: Amt für Kultur des Kantons Bern als erste Verwaltungsstelle mit der Zertifizierung «Engagement für die Zweisprachigkeit» ausgezeichnet

29. Oktober 2020 – Medienmitteilung; des Forums für die Zweisprachigkeit und des Kantons Bern

Das Amt für Kultur des Kantons Bern hat die erste Zertifizierung «Engagement für die Zweisprachigkeit» erhalten. Diese neue Auszeichnung des Forums für die Zweisprachigkeit ist ein Instrument zur Förderung der Zweisprachigkeit des Kantons Bern.

Das Amt für Kultur des Kantons Bern wurde vom Forum für die Zweisprachigkeit als erste Verwaltungsstelle mit der neuen Zertifizierung «Engagement für die Zweisprachigkeit» ausgezeichnet. Mit dieser Zertifizierung werden die von der Verwaltung und vom Personal im Bereich der Zweisprachigkeit seit mehreren Jahren unternommenen Anstrengungen ausgezeichnet. Sie untersucht die im Amt bestehende Zweisprachigkeit und schlägt zudem Massnahmen für Verbesserungen und für eine gezielte Förderung vor.

Das Amt für Kultur (AK) wird von Hans Ulrich Glarner geleitet. Es umfasst 188 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist in drei Abteilungen unterteilt: Kulturförderung, Denkmalpflege und archäologischer Dienst. Die sprachliche Zusammensetzung des Personals entspricht der kantonalen Bevölkerungsstatistik. Eine Umfrage, die im Rahmen des Zertifizierungsverfahrens bei den Mitarbeitenden des AK durchgeführt wurde, hat ergeben, dass die Zweisprachigkeit innerhalb des Amtes nicht nur als institutionelle Pflicht, sondern auch als von allgemeinem Interesse angesehen wird. Dies zeigt sich namentlich bei den täglichen Bemühungen in der internen Kommunikation, aber auch beim freiwilligen Sprachverhalten im informellen Austausch.

Nutzen des Potenzials zweier Sprachen und zweier Kulturen

Für das AK ist diese Zertifizierung der Lohn für die vor mehreren Jahren in der Direktion sowie in den drei Abteilungen des AK angestossene Dynamik. Sie ist ein Antrieb, um auf lange Frist eine gelebte und lebendige Kultur der Zweisprachigkeit zu begründen und zu fördern. Das AK folgt den Empfehlungen der Expertenkommission Zweisprachigkeit und will das Potenzial, das sich aus dem Miteinander von zwei Sprachen und Kulturen ergibt, noch besser ausschöpfen: Zum Beispiel, indem es bei Anstellungsverfahren die Zweisprachigkeit stärker gewichtet, aber ganz allgemein auch, indem es der Sprache und der Kultur der Minderheit in seiner Organisation einen grösseren Stellenwert einräumt.

Das Amt für Kultur, dessen gelebte Zweisprachigkeit im Bericht des Forums hervorgehoben wird, ist besonders stolz, dass es als erste Verwaltungsstelle die Anforderungen an die Zertifizierung «Engagement für die Zweisprachigkeit» erfüllt und so zum Vorreiter und Vorbild in diesem Bereich wird. Es erfüllt damit seine Rolle als Förderer und als Brücke zwischen der deutschen und der französischen Kultur des Kantons Bern und bestätigt so dessen verfassungsmässige Zweisprachigkeit.

Hinweis

Amt für Kultur des Kantons Bern
Das Amt für Kultur der Bildungs- und Kulturdirektion des Kantons Bern ist sowohl für die Förderung als auch für die Pflege der Kultur im Kanton Bern zuständig. Das Ziel der Kulturpflege ist die Bewahrung, Überlieferung und Vermittlung von kulturellen Werten. Es umfasst drei Abteilungen: die Kulturförderung, die Denkmalpflege und den archäologischen Dienst.

Hinweis

Das Engagement für die Zweisprachigkeit ist ein Prozess in mehreren Etappen, dessen Kriterien ähnlich dem Label für die Zweisprachigkeit sind, jedoch weniger restriktiv, insbesondere was die Zusammensetzung und die Sprachkenntnisse des Personals und die interne Kommunikation betrifft. Die neu eingeführte Zertifizierung «Engagement für die Zweisprachigkeit» richtet sich einzig an öffentliche Verwaltungen, die nicht an einer Sprachgrenze ansässig sind und/oder deren sprachliche Personalzusammensetzung nicht den Anforderungen des Labels für die Zweisprachigkeit entspricht.

Das Interesse der Organisation an der Zertifizierung besteht darin, ihre Ressourcen und Kompetenzen im Bereich der Zweisprachigkeit zu eruieren, zu benennen, anzuerkennen und zur Geltung zu bringen. Sie setzt ein etappenweises Verfahren ein, um ihre Zweisprachigkeit weiterzuentwickeln. Dies ermöglicht es ihr ausserdem, geeignete Massnahmen zu ergreifen, um ihr Potenzial voll auszuschöpfen.

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