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Agglomeration Thun Verkehrsforum Thun: Mediationsprozess zum Innenstadtverkehr gestartet

28. Januar 2021 – Medienmitteilung; Bau- und Verkehrsdirektion

Der Mediationsprozess zum Thuner Innenstadtverkehr ist gestern mit der Information der beteiligten Institutionen gestartet. Ziel ist es, unter der Leitung eines von der Vorgeschichte unbelasteten, auf Konfliktsituationen spezialisierten Mediationsteams eine Annäherung zwischen den Standpunkten zu ermöglichen finden und eine einvernehmliche Lösung zu ermöglichen den Verhandlungsraum für Lösungsideen zu vergrössern.

Im Rahmen der Verkehrsforen Thun hatte sich Ende 2020 gezeigt, dass die Meinungen der beteiligten Gemeinden, Parteien und Institutionen bezüglich Handlungsbedarf und Zielen sehr stark auseinandergehen, insbesondere was den Einbahnverkehr in der Thuner Innenstadt und seine Auswirkungen auf das Verkehrsgeschehen am rechten Thunerseeufer betrifft. Der Kanton Bern und die Stadt Thun haben deshalb im Dezember 2020 beschlossen, für die weitere Prozessgestaltung ein unabhängiges Mediationsteam beizuziehen.

Am gestrigen Abend, eigentlich für das dritte Verkehrsforum reserviert, erklärten Kreisoberingenieur Markus Wyss und der Thuner Gemeinderat Konrad Hädener in einer Videokonferenz den am Forum beteiligten Institutionen die Beweggründe und stellten das Mediationsteam vor. In einem ersten Schritt wird das Mediationsteam bis Ende März 2021 mit den unterschiedlichen Interessengruppen das Gespräch suchen. In vier Vorgesprächen, in die alle am Forum beteiligten Institutionen einbezogen sind, werden die Rahmenbedingungen für die weitere Zusammenarbeit besprochen und der Mediationsprozess vorbereitet. Aus jeder Interessengruppe werden rund 3 - 4 Delegierte für die nachfolgenden Phasen bestimmt. Der eigentliche Mediationsprozess findet nicht im Gesamtforum, sondern an einem «runden Tisch» mit rund 15 - 20 Delegierten statt. Das Mediationsteam gliedert die Diskussionen am «runden Tisch» in drei Phasen: In Phase 1 werden die wichtigen Themen gesammelt und die Anliegen geklärt. Phase 2 hat zum Ziel, den Verhandlungsspielraum abzustecken, Annäherungen zu prüfen und so zu Lösungsansätzen zu finden. In Phase drei erfolgen die eigentlichen Entscheidungen und ein Abgleich mit den Zielen. Zwischen den Phasen sind die Delegierten jeweils aufgefordert, mit ihren Institutionen Rücksprache zu nehmen. Die Verabschiedung der Ergebnisse und die Empfehlungen an Stadt und Kanton finden im Gesamtforum statt. Die Dauer des Mediationsprozesses lässt sich derzeit nicht abschätzen.

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