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Aktuelle Hochwasserlage am Bielersee Aussprache zwischen Kanton und Stadt Biel

23. Juli 2021 – Medienmitteilung; Gemeinsame Medienmitteilung der Bau- und Verkehrsdirektion und der Stadt Biel

Vertreter des Kantons Bern und der Stadt Biel haben sich gestern (22.07.2021) zu einer Telefonkonferenz über die aktuelle Hochwasserlage am Bielersee getroffen. Die Stadt Biel hat zur Kenntnis genommen, dass die Abflussmengen nicht weiter erhöht werden können und akzeptiert diesen Entscheid des Kantons.

An der Konferenz nahmen der kantonale Baudirektor, Regierungsrat Christoph Neuhaus, der Bieler Stadtpräsident Erich Fehr und der Direktor Soziales und Sicherheit der Stadt Biel, Beat Feurer, teil. Thema war die aktuelle Hochwasserlage am Bielersee und die Frage einer weiteren Erhöhung der Abflussmenge am Regulierwehr in Port. Die Vertreter der Stadt Biel baten den Kanton, die Abflussmenge am Wehr in Port angesichts des nur langsam sinkenden Bielerseepegel zu steigern.

Kanton nimmt Bedenken ernst

Regierungsrat Christoph Neuhaus sicherte den Vertretern der Stadt Biel zu, dass der Kanton ihre Bedenken ernstnimmt.  Er betonte aber, dass der Regulierdienst schon am 16. Juli den Antrag gestellt hat, die zulässige maximale Wassermenge, die aus dem Bielersee fliesst, von 650 m3/s auf maximal 750 m3/s zu erhöhen. Aktuell fliessen 750 m3/s aus dem Bielersee in die Aare. Trotzdem sinkt der Pegel des Bielersees nur langsam. Ein Grund dafür ist der Umstand, dass sehr viel Wasser vom Neuenburgersee in den Bielersee fliesst. Diese Wassermengen sind in der Akutphase des Hochwassers vom Bielersee in den Neuenburgersee geflossen. So konnte die Region Biel vor noch höheren Wasserständen bewahrt werden.

Risiko ist zu gross

Die Stadt Biel hat die Bedenken der an der Telefonkonferenz anwesenden Fachleute zur Kenntnis genommen und akzeptiert den Entscheid des Kantons, die Abflussmengen nicht weiter zu erhöhen. Das Risiko von Schäden am Nidau-Büren-Kanal und an der Aarestrecke bis zur Emmenmündung bzw. bei den Anstössern sowie bei Infrastrukturanlagen ist grösser als der mögliche Nutzen.

Ausblick

Bei trockener Witterung ist damit zu rechnen, dass der Pegel des Bielersees am Freitagabend die Hochwassergrenze (430.35 müM.) erreicht und danach weiter sinken wird. Aufgrund der Gewitter, welche für das Wochenende erwartet werden, kann aber ein kurzfristiger Wiederanstieg des Bielersees nicht ausgeschlossen werden. 

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