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Luftreinhaltung Im Sommer 2019 weiterhin viel Ozon in der Luft

8. Oktober 2019 – Medienmitteilung; Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion

Die sonnigen, windstillen Perioden haben wie schon in früheren Jahren auch im Sommer 2019 regelmässig zu hohen Ozonbelastungen geführt. Die Begrenzung der Ozonbelastung ist langwierig. Zur Reduktion der ozonbildenden Vorläuferschadstoffe müssen weiterhin Massnahmen getroffen werden.

Im Sommer 2019 bewegte sich die Anzahl Überschreitungen des Immissionsgrenzwertes von 120 Mikrogramm pro Kubikmeter für Stundenmittelwerte im gleichen Bereich wie in den letzten zehn Jahren. Die gleiche Aussage gilt für die maximalen Stundenmittelwerte.

Entlang von Strassen werden zum Teil niedrigere Ozonwerte gemessen, weil das in grossen Mengen vorkommende Stickstoffmonoxid das Ozon abbaut und dabei in Stickstoffdioxid umgewandelt wird. Deshalb sind die Stadtzentrums-Stationen mit den niedrigsten Ozonwerten gleichzeitig diejenigen Stationen mit den höchsten Stickstoffdioxidkonzentrationen.

Trotz messbarer Erfolge ist die Belastung noch zu hoch

Mit den von Bund und Kantonen seit 1985 getroffenen Massnahmen konnten die Emissionen von Stickoxiden (NOx) mehr als halbiert und die flüchtigen organischen Verbindungen (VOC) auf ein Viertel reduziert werden. Dennoch ist die Ozonbelastung immer noch zu hoch. Es gibt dafür zwei Hauptgründe:

  • die Senkung von NOx und VOC führt nicht direkt zu einer gleich grossen Verminderung der Ozonkonzentration
  • Ozon verbreitet sich grossräumig. Die Belastung ist auch auf die Luftverschmutzung in anderen Ländern zurückzuführen.

Deshalb müssen die Reduktionsbemühungen sowohl in der Schweiz als auch International fortgesetzt werden. Im Vordergrund stehen dabei Massnahmen beim Strassenverkehr (Abgasvorschriften) oder bei der Anwendung von Lösungsmitteln (VOC-Lenkungsabgabe).

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