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Bauernhäuser im Berner Jura, Seeland und Bipperamt

3. April 2019 – Medienmitteilung; Erziehungsdirektion

Die bäuerliche Baukultur im Kanton Bern ist lückenlos dokumentiert: Soeben sind die beiden Teilbände zum nördlichen Kantonsteil – Bipperamt und Seeland – sowie zum Berner Jura erschienen. Damit ist die Reihe «Die Bauernhäuser des Kantons Bern» abgeschlossen. Die beiden reich illustrierten Bücher offenbaren eindrücklich die Vielfalt unseres Kantons.

In der Reihe «Die Bauernhäuser des Kantons Bern» sind bisher die drei Bände «Das Berner Oberland», «Das höhere Berner Mittelland» und «Das tiefere Berner Mittelland» erschienen. Der vierte Band widmet sich nun dem nördlichen Kantonsteil: Der Teilband «Seeland und Bipperamt» beschreibt das Hügelgebiet südlich und östlich des Bielersees, das Grosse Moos, die Stadtlandschaft Biel-Nidau sowie den Jurasüdhang bis zum Bipperamt. Der Teilband «Berner Jura» präsentiert die kontrastierende Landschaft der ersten beiden Juraketten und ihre bäuerliche Besiedlung von La Neuveville am Bielersee bis nach La Chaux d’Abel an der Grenze zum Kanton Jura.

Bauernhäuser im Bipperamt und Seeland

Heinrich Christoph Affolter stellt die beiden Regionen Seeland und Bipperamt vor. Seine Erläuterungen zu Siedlungsweise und Baugattungen machen klar, welch gewaltige Errungenschaft die Juragewässerkorrektion für die Land(wirt)schaft des untersuchten Gebiets und des Kantons darstellen. Die Gemeinden um das Grossdorf Ins und die Dörfer um das reizvolle Städtchen Wiedlisbach repräsentieren eine differenzierte Bauweise, die sich deutlich vom Mittelland abgrenzt. Ein Schwerpunkt des Bandes liegt beim Rebbaugebiet am nördlichen Bielerseeufer. Bisher unbekannte, teils verblüffende Erkenntnisse zu Dorfanlage, Einzelbauten und deren Geschichte lassen die malerischen Hauptorte Ligerz und Twann in einem neuen Licht erscheinen.

Bauernhäuser des Berner Jura

Isabelle Roland präsentiert die bäuerlichen Bauten des Berner Jura – ein Thema, das zum ersten Mal systematisch und wissenschaftlich aufgearbeitet wird. Aus den Blickwinkeln der Geschichte, der Architektur und der Volkskunde wird das Gebiet zwischen Bielersee und Jurahöhen näher betrachtet. Es findet sich eine Vielzahl unterschiedlichster Landschaften darin: Breite Täler und enge Schluchten sind hier ebenso anzutreffen wie Alpgebiete und Hochplateaus; naturbelassene Weiden ebenso wie weitläufige Weinberge. Der bäuerliche Charakter des Gebiets – mit Bauernhäusern, Alpbetrieben, Rebhäusern, Gewerbe- und Gemeindebauten, Speichern und anderen Kleinbauten – blieb vielerorts aussergewöhnlich gut erhalten. Es sind wichtige architektonische und kulturelle Zeugen von denen einige bis in die erste Hälfte des 16. Jahrhunderts zurückgehen.

Heinrich Christoph Affolter: Die Bauernhäuser des Kantons Bern, Teilband 4.1 Seeland und Bipperamt

324 Seiten, ca. 370 Abb., Karten und Grafiken. Leinen mit Schutzumschlag; CHF 85,
ISBN 978-3-906124-29-3

Isabelle Roland : Les maisons rurales du canton de Berne, tome 4.2 Le Jura bernois

548 pages, env. 966 illustrations, cartes et graphiques. Couverture en lin avec jaquette; CHF 95, ISBN 978-3-906124-28-5

Im Paket erhältlich (CHF 150). Zu beziehen im Buchhandel oder bei W. Gassmann AG, Biel.

Hinweis

Die Bauernhäuser des Kantons Bern
Die Bände «Die Bauernhäuser des Kantons Bern» werden von der Schweizerischen Gesellschaft für Volkskunde herausgegeben und sind Teil der wissenschaftlichen Reihe «Die Bauernhäuser der Schweiz». Verantwortlich für die Berner Bände des generationenübergreifenden Forschungsprojekts ist die Bauernhausforschung der Denkmalpflege des Kantons Bern, in enger Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Gesellschaft für Volkskunde. 

Mediendokumentation

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