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Lyss ist nun vor Hochwasser geschützt

30. November 2011 – Medienmitteilung; Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion

Am Mittwoch (30.11.2011) hat Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer den Lyssbachstollen in Lyss dem Betrieb übergeben. Der rund 2,6 Kilometer lange Stollen schützt Lyss vor künftigen Hochwassern. Das Projekt wurde vom Gemeindeverband Lyssbach ausgearbeitet und nach dem Hochwasser von 2007 vom Kanton Bern innert weniger Jahre realisiert.

Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer zeigte sich sehr erfreut über die Inbetriebnahme des Lyssbachstollens. Endlich seien nun alle Menschen, Häuser und Betriebe in Lyss vor Hochwasser sicher. Sie betonte, dass dies nur möglich war, weil bei diesem anspruchsvollen Projekt alle an einem Strick gezogen hätten.

Auslöser für den Bau des Stollens waren die Hochwasser vom Sommer 2007, die in Lyss Schäden von über 100 Millionen Franken angerichtet haben. Der Kanton Bern hat daraufhin die Projektierung des Stollens vom Gemeindeverband Lyssbach übernommen und die Realisierung mit Hochdruck vorangetrieben. Im Sommer 2009 wurden die Bauarbeiten in Angriff genommen. Nach zweieinhalb Jahren ist der Stollen einsatzbereit. Bis Ende Juni 2012 wird noch mit den Fertigstellungsarbeiten der letzte Schliff am Bauwerk und seiner Umgebung gemacht.

Der Lyssbachstollen ist 2'570 Meter lang. Er beginnt im Bereich Leen und mündet im Bereich Fulenmatt in den Lyssbach. Der Stollen hat einen Durchmsser von 4,4 Metern und weist praktisch über die gesamte Länge ein Gefälle von 5,8 Promille auf. Er kann das Anderthalbfache eines Jahrhunderthochwassers fassen. Die 330 Tonnen schwere Tunnelbohrmaschine «talpa» benötigte für den Ausbruch rund sieben Monate. Die Bauarbeiten verliefen planmässig und ohne nennenswerte Zwischenfälle.

Der Kredit für das gesamte Bauwerk beträgt 52,3 Millionen Franken, wobei die Endkostenprognose einen Betrag von unter 50 Millionen Franken ausweist. Davon übernehmen der Bund rund 43,1 Prozent, der Kanton 33 Prozent, 0,9 Prozent der Renaturierungsfonds des Kantons Bern sowie 23 Prozent der Lyssbachverband.

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