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Jahresbilanz 2014 Standortförderung Erfolgreiches Jahr für die Standortförderung Kanton Bern

5. März 2015 – Medienmitteilung; Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion

Die Standortförderung des Kantons Bern konnte 2014 grosse Erfolge feiern. In Lengnau und in Saint-Imier werden neue industrielle Produktionen aufgebaut. Diese Ansiedlungen zeigen, dass der Kanton Bern als Industriestandort attraktiv ist. Die meisten der 47 geförderten Projekte waren aber auch 2014 Ausbauprojekte von Berner Firmen. Um den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen, hat die Standortförderung ihre Förderinstrumente angepasst.

Die Standortförderung Kanton Bern hat im vergangenen Jahr 47 Projekte von Unternehmen gefördert. Dabei handelte es sich um 30 Ausbauprojekte von Berner Firmen, elf Ansiedlungen und sechs Neugründungen von Unternehmen. Diese Projekte werden nach Angaben der Unternehmen in den kommenden Jahren voraussichtlich über 1,1 Milliarden Franken Investitionen auslösen und bis zu 1500 Arbeitsplätze schaffen. Der mit Abstand grösste Teil der geförderten Projekte  ̶  insgesamt 21  ̶  stammt aus dem Bereich der Präzisionsindustrie. Neun Projekte kommen aus dem Medizinalbereich.

Das hohe Investitionsvolumen und die hohe Anzahl geplanter Arbeitsplätze sind auf aussergewöhnlich grosse Projekte mit teils mehrjähriger Planung wie die Neubauten von CSL Behring in Lengnau oder von Tudor SA in Saint-Imier zurückzuführen. Es handelt sich um einen einmaligen Effekt, der sich kaum wiederholen lässt.

Auf der Basis der Neuen Regionalpolitik (NRP) und des Tourismusentwicklungsgesetzes wurden insgesamt 40 Projekte unterstützt. An den Investitionen von rund 60 Mio. Franken beteiligte sich der Kanton Bern mit Darlehen und Beiträgen im Umfang von 8,25 Mio. Franken.

Wichtige Neuansiedlungen im Jahr 2014

«Im Jahr 2014 sind uns einmalige und wichtige Neuansiedelungen gelungen. Diese stärken den Wirtschaftsstandort Kanton Bern in den Bereichen Medizinaltechnik und der Hightechindustrie», freut sich Volkswirtschaftsdirektor Andreas Rickenbacher. Das zeige, dass der Kanton Bern ein Ort sei, wo innovative und nachhaltig produzierende Unternehmen ideale Bedingungen vorfänden – und das auch in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld.

Der global tätige Biotechnologie-Konzern CSL Behring hat sich in einem langen Auswahlverfahren für den Standort einer neuen Produktionsanlage für den Kanton Bern entschieden. Der Kanton Bern konnte sich mit dem Standort Lengnau gegen harte Konkurrenz aus dem In- und Ausland durchsetzen. In der ersten Etappe investiert die Firma mehrere hundert Millionen US-Dollar und schafft 300 Arbeitsplätze. In der neuen Fabrik wird ein völlig neuer Geschäftsbereich der CSL Behring aufgebaut.

Ein weiteres wegweisendes Projekt aus dem Jahr 2014 ist die Ansiedelung der Firma Tudor Tech SA in Saint-Imier. Die Firma baut eine Produktionsanlage für einen neuartigen Flugzeugscanner. Die Firma plant in Zukunft mehr als 120 Arbeitsplätze zu schaffen und investiert 45 Millionen Franken. Die Bauarbeiten für die Produktionshalle haben im Herbst 2014 bereits begonnen.

Start-up-Firmen und Exportprojekte stärker unterstützen

Der starke Schweizer Franken und durchzogene Konjunkturaussichten werden für die Unternehmen im Jahr 2015 zur grossen Herausforderung. Die Standortförderung Kanton Bern hat auf die geänderten Rahmenbedingungen rasch reagiert und ihre Instrumente angepasst. Neu geregelt sind die Förderung von Exportprojekten und die Kriterien für Start-up-Firmen.

Mit Beiträgen für Start-ups will die Standortförderung Kanton Bern das Umfeld für Neugründungen mit Marktpotenzial beleben und den Kanton Bern für Start-up-Firmen attraktiv positionieren. Unterstützt werden Neugründungen von schweizerischen und ausländischen Unternehmen mit Sitz im Kanton Bern.

Mit Beiträgen für Exportprojekte werden Firmen beim Marktaufbau und bei der Entwicklung ausländischer Märkte mit einer Marktdifferenzierungsstrategie unterstützt. Gefördert werden innovative Projekte bernischer Firmen mit klarer Expansionsstrategie und konkurrenzfähigen Produkten.

Ausführliche Zahlen und zusätzliche Beispiele finden sich im neu gestalteten Jahresbericht der Standortförderung Kanton Bern.

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