Bevölkerung

Im Kanton Bern leben über eine Million Menschen. Drei Viertel wohnen in den Städten Bern, Biel, Burgdorf, Thun und Interlaken oder in deren Agglomerationen. Der Ausländeranteil liegt bei 16 Prozent.

Ein Stadt-Land-Kontinuum

Die Veränderungen der Wirtschaft und der Lebensweise führen seit Mitte des 20. Jahrhunderts zu einem stetigen Wachstum der Städte und deren Agglomerationen. Dabei wirken der Ausbau des Strassennetzes und  des Angebots des öffentlichen Verkehrs sowie der wachsende Dienstleistungssektor als wichtigste Schrittmacher der Siedlungsexpansion. Heute umfasst die grossflächige Zone mit starkem Wachstum weite Teile des Mittellandes. Im Dreieck Thun, Biel und Langenthal verschwimmen die baulichen und kulturellen Unterschiede zwischen Agglomerationen und ländlichen Gebieten dabei immer mehr zu einem Stadt-Land-Kontinuum.

Wohnüberbauung in Belp

Wohnüberbauung in Belp

Deutsch und Französisch

Die Lage des Kantons Bern an der Grenze zwischen dem deutschen und dem französischen Sprachraum ist etwas Besonderes: Die beiden Amtssprachen Deutsch und Französisch sind ein lebendiger Teil des wertvollen Alltags- und Kulturschatzes der Bernerinnen und Berner. Sinnbild der Offenheit des Kantons ist Biel, oder eben Biel-Bienne, die einzige wirklich zweisprachige Stadt der Schweiz: Strassen und Plätze werden dort in beiden Sprachen angeschrieben – für Bieler eine Selbstverständlichkeit, für Auswärtige ein Kuriosum.

Zweisprachiges Strassenschild in Biel-Bienne.

Zweisprachiges Strassenschild in Biel-Bienne.

«Bielinguisme» und Berndeutsch

Es verwundert immer wieder, mit welch sympathischer Nonchalance die Bielerinnen und Bieler mit ihrem «bielinguisme» umgehen: So hat sich im alltäglichen Bieler Sprachgebrauch zwischen Deutsch und Französisch eine Auswahl von einfachen Wörtern und kurzen Sätzen eingeschliffen, die «foreigner talk» genannt wird.

Berndeutsch ist eine der beliebtesten Mundarten der Schweiz. Dutzende von Schweizer Bands singen auf Berndeutsch – auch solche, die nicht aus dem Kanton Bern stammen. Ein Grund dafür mag der reiche Berner Wortschatz sein. Innerhalb des Kantonsgebiets existieren zahlreiche Dialektvarianten.