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01. September 2026
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Medienmitteilung der Bildungs- und Kulturdirektion
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Kanton Bern zeichnet vier Filme und zwei Filmschaffende aus

Die Berner Filmpreise 2026 gehen an den Dokumentarfilm «Sedimente» sowie den Experimentalfilm «Wounded Edges». Der Dokumentarfilm «Nathalie» bekommt einen Spezialpreis für die Regie und die Protagonistin. Weiter wird der Regisseur und Filmeditor Christof Schertenleib für sein Gesamtwerk geehrt und die Szenenbildnerin Sara B. Weingart mit einem Anerkennungspreis ausgezeichnet. Der Animationsfilm «Ostrich» erhält eine «Spezielle Erwähnung».

Filmpreis für den Dokumentarfilm «Sedimente» von Laura Coppens

Im Dokumentarfilm «Sedimente» erzählt Laura Coppens mit grosser Sorgfalt die Geschichte ihres Grossvaters und ihrer Familie. Persönliche Erinnerungen öffnen dabei den Blick auf grössere historische Zusammenhänge und darauf, wie diese bis in die Gegenwart nachwirken. «Sedimente» findet dafür eine bemerkenswerte Balance: analytisch und präzise, zugleich persönlich und berührend, ohne verkopft oder sentimental zu wirken.

Preissumme: 20 000 Franken; Produktion: Srikandi Films, Bern

Sedimente – Srikandi Films

Spezialpreis für die Regisseurin und die Protagonistin des Dokumentarfilms «Nathalie»

Der Dokumentarfilm «Nathalie» blickt hinter die Fassade des Schweizer Wohlstands und führt mitten in den Alltag einer alleinerziehenden Mutter und Kleinunternehmerin im Berner Jura. «Nathalie» zeigt den harten Kampf einer Frau, die alles daransetzt, für ihre Kinder da zu sein.

Der Spezialpreis würdigt die Zusammenarbeit zwischen der Regisseurin Tamara Milošević und ihrer Protagonistin Nathalie Allouche-Ludwig, vor und hinter der Kamera. Zusammen haben sie einen Film geschaffen, der die Zuschauenden berührt, zum Lachen bringt und mit tiefer Bewunderung zurücklässt.

Preissumme: 10 000 Franken; Produktion: Recyled TV AG, Bern

Nathalie – RecTv

Filmpreis für den Experimentalfilm «Wounded Edges» von Yannick Mosimann

Yannick Mosimanns «Wounded Edges» setzt sich mit den Spuren des Waldbrands von 2022 am Monte Gambarogno im Tessin auseinander. Zwischen konkreter Beobachtung und Abstraktion verbinden sich Bild, Klang und poetische Sprache zu einer eigenständigen filmischen Erfahrung über Zerstörung und Erneuerung. Ein Film von bedrückender Aktualität.

Preissumme: 10 000 Franken; Regie und Produktion Yannick Mosimann, Bern

Wounded Edges – Yannick Mosimann

Preis für das Gesamtwerk an Christof Schertenleib

Seit über 40 Jahren prägt Christof Schertenleib mit seiner Arbeit als Regisseur und Editor im In- und Ausland und mit Lehrtätigkeiten an Kunsthochschulen das Filmschaffen massgeblich. Sein Gesamtwerk steht für eine Haltung, die das Kino als Kunst des genauen Sehens, Zuhörens und sorgfältigen Erzählens versteht. Mit diesem Preis wird Christof Schertenleib für seine Kunst, seine Haltung und seinen nachhaltigen Einfluss auf das Schweizer Filmschaffen geehrt.

Preissumme: 10 000 Franken

Christof Schertenleib

Anerkennungspreis für Sara B. Weingart

Mit viel Tatkraft und Energie geht Sara B. Weingart ihrer Arbeit als Szenenbildnerin nach. Seit mehr als 20 Jahren prägt sie das Berner Filmschaffen mit und hat sich auch international einen Namen gemacht. Engagiert, leidenschaftlich und kompromisslos erschafft sie Welten, in denen Drehbücher und Figuren zum Leben erweckt werden. Für diesen unermüdlichen Einsatz und die riesige Expertise erhält Sara B. Weingart einen Anerkennungspreis.

Preissumme: 10 000 Franken

Sara B. Weingart

Spezielle Erwähnung der Jury für den Animationsfilm «Ostrich» von Marie Kenov

Mit viel Witz und Tempo erzählt «Ostrich» vom Wunsch, einem Ideal zu entsprechen. Spielerisch und pointiert nimmt der Film den Drang zur Selbstoptimierung aufs Korn – klug beobachtet, charmant umgesetzt und sehr gut gemacht.

Ohne Preissumme; Produktion: YK Animation Studio, Bern

Ostrich – YK Animation Studio GmbH | Ostrich

Die öffentliche Preisverleihung findet am 17. November 2026 im Theater Nebia in Biel statt. Die Medien sind herzlich eingeladen.

Die ausgezeichneten Filme sind vom 19. bis 22. November 2026 im Rahmen von BE MOVIE im ganzen Kanton Bern zu sehen. Die Kulturförderung des Kantons Bern hat die Auszeichnungen auf Empfehlung der Fachjury vergeben.

BE MOVIE – Das Wochenende des Berner Films

Vom 19. bis 22. November 2026 gibt es in elf Kinos im ganzen Kanton sowie per Online-Streaming Berner Filmproduktionen zu entdecken – darunter auch die Gewinnerfilme des Berner Filmpreises 2026. Das diesjährige Fokusthema «Kamera läuft!» rückt die Arbeitswelt von Kameramenschen in den Vordergrund.

Das BE MOVIE wird am 19. November 2026 im Sous Soul in Bern eröffnet – mit einem Podiumsgespräch, musikalischer Einlage und Apéro.

Im Rahmen des Fokusthemas organisiert BE MOVIE zudem in Zusammenarbeit mit Filmkids einen Workshop für Jugendliche.

Der Filmpass gewährt Zugang zu allen Kinovorstellungen während des ganzen Wochenendes sowie zum Online-Streaming. Er kann an diversen Vorverkaufsstellen oder online erworben werden. BE MOVIE wird im Auftrag der Berner Filmförderung vom Branchenverein Bern für den Film durchgeführt.

Filmpass und Online-Streaming: www.be-movie.ch

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